Die Vereinten Nationen gehen Hinweisen nach, dass Banken im Zuge der Finanzkrise mit Geld aus illegalem Drogenhandel gerettet wurden.
Quelle: (Reuters)
26 Januar 2009
Wien – Das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) habe Hinweise darauf, dass Interbank-Kredite mit Geld finanziert wurden, das aus dem Drogenhandel und anderen illegalen Aktivitäten stamme, sagte UNODC-Generaldirektor Antonio Maria Costa in einem vorab veröffentlichten Interview mit dem österreichischen Nachrichtenmagazins “profil” (Montagausgabe).
Es gebe “Hinweise, dass manche Banken auf diese Art und Weise gerettet wurden”, sagte Costa dem Blatt. “Vielfach ist Drogengeld derzeit das einzige verfügbare liquide Investmentkapital”, fügte er hinzu. Verdächtige Banken und Länder wollte Costa gegenüber “profil” nicht nennen.

BANKENRETTUNGEN MIT GELD AUS DROGENHANDEL
So verkommen wie das Finanzsystem ist, wundert es kaum, dass zu solchen Mitteln gegriffen wird. Offiziell gegen Drogen kämpfen, die Hand aufhalten, und deren Geld zur Rettung hernehemen ist die Perversion schlechthin. Auf solche Rettungen kann man getrost verzichten um dem Drogenhandel nicht weiter zu unterstützen.